Naturparkmodul „Wiese“ – erlebnisreiche Tage mit Diplombiologe Herrn May und den Klassen 2a und 2b
Die Klassen 2a und 2b tauchten gemeinsam mit Diplombiologe Herrn May jeweils an zwei Projekttagen tief in die faszinierende Welt der Wiese ein. Der erste Tag stand ganz im Zeichen des Entdeckens, Beobachtens und Staunens, der zweite Tag widmete sich dem Anfertigen von neuen Elementen für das Insektenhotel. Beide Tage zeigten eindrucksvoll, wie lebendig, vielfältig und schützenswert unsere heimische Natur ist.
Tag 1 – Die Wiese als Lebensraum
Der Projekttag begann mit einer kurzen Begrüßung im Klassenzimmer, bevor sich die Klasse auf den Weg zur Wiese am Alten Friedhof machten. Dort startete eine Vorstellungsrunde, in der die Kinder Tierenamen sammelten, die sie möglicherweise entdecken würden – ein erster Schritt in Richtung bewusstes Beobachten.
Um die Wahrnehmung zu schärfen, folgte das Spiel „Fotograf und Kamera“. Die Kinder führten sich gegenseitig über die Blumenwiese und lernten, Details mit den Augen „einzufangen“. Anschließend kamen Diarahmen und Guckis zum Einsatz: Kleine Naturfenster, durch die Blüten, Blätter und Farben intensiv betrachtet wurden. Die gesammelten Fundstücke ergaben später einen farbenfrohen Wiesen-Farbkreis.
Nach einer Vesperpause ging es weiter mit dem genauen Bestimmen der Pflanzen. Besonders spannend wurde es beim Suchen von Bodentieren mit der Becherlupe. Verschiedene Insekten wurden vorsichtig gesammelt, betrachtet und anschließend wieder freigelassen. Herr May erklärte geduldig, welche Rolle diese Tiere im Ökosystem Wiese spielen.
Ein kurzer Besuch beim alten Insektenhotel gab bereits einen Ausblick auf den zweiten Projekttag.
Im Klassenzimmer wurden schließlich alle gefundenen Pflanzen und Tiere gemeinsam aufgelistet. Die Kinder hängten Tier- und Pflanzenkärtchen an eine Schnur, um die verschiedenen „Stockwerke der Wiese“ sichtbar zu machen – vom Wurzelreich bis zu den Blütenbesuchern. Ein bewegungsreiches Spiel „Füchse & Zecken“ rundete den Tag ab, bevor die Klasse sich verabschiedete.
Tag 2 – Ausbau des Insektenhotels
Nach dem erlebnisreichen Wiesentag folgte kurze Zeit später der zweite Teil des Naturparkmoduls: das Anfertigen von Elementen für das Insektenhotel. Treffpunkt war das Klassenzimmer. Dort erwartete die Kinder erneut Diplombiologe Herr May, der den Tag mit einer anschaulichen Einführung eröffnete.
Zu Beginn erklärte er die Entwicklung der Wildbiene: vom Ei über die Larve und Puppe bis zur erwachsenen Biene. Die Kinder erfuhren, welche Stationen die Tiere durchlaufen und warum geeignete Nistplätze für Wildbienen heute so wichtig sind.
Anschließend wurde es auf dem kleinen Pausenhof handwerklich: Mit großer Begeisterung griffen die Kinder zu den Akkuschraubern und bohrten Löcher in vorbereitete Holzscheite, die später als Nistgänge dienen. Danach wurde Lehmerde zermahlen, in Hochlochziegel gefüllt und mit Wasser vermischt, sodass weitere geeignete Brutkammern entstanden. Zwischendurch arbeiteten die Kinder an einem Arbeitsblatt zur Entwicklung der Wildbiene, welches das zuvor Besprochene vertiefte und die biologische Bedeutung des Insektenhotels verdeutlichte.
Am Ende des Vormittags standen mehrere sorgfältig gefüllte und stabil gebaute Elemente für das Insektenhotel bereit – jedes ein kleines Schutzprojekt für mehr Artenvielfalt auf dem Schulgelände. Die Kinder konnten stolz auf ihre Arbeit blicken und nahmen viel Wissen über Wildbienen und ihren Lebensraum mit.
Das Naturparkmodul war ein voller Erfolg. Die Kinder lernten nicht nur viel über Pflanzen, Tiere und ökologische Zusammenhänge, sondern erlebten Natur mit allen Sinnen. Dank der fachkundigen Begleitung durch Herrn May und dem großen Engagement der Klassen 2a und 2b bleibt dieses Naturparkmodul sicher lange in Erinnerung.
Fotoserien
Naturparkmodul Wiese 2026 (SO, 07. Juni 2026)
Bilder zum Naturparkmodul Wiese 2026.









